Die 13 besten eLearning-Autorentools und Softwareprodukte (2026)

Erstelle ansprechende Video-Kurse in über 140 Sprachen.
Ich habe mehr als sieben Jahre Erfahrung als Instructional Engineer im Bereich eLearning.
Ich habe unterschiedlichste Projekte umgesetzt – von Compliance-Schulungen bis hin zu vollständigen Zertifizierungsprogrammen – und dabei nahezu jedes gängige Autorentool verwendet.
Als eLearning-Autorentools wird Software für Mitarbeiterschulungen bezeichnet, mit der du digitale Lerninhalte entwerfen, erstellen und veröffentlichen kannst. Sie werden von IDs (Instructional Designers), L&D-Teams (Learning and Development) und Fachexperten genutzt, um Kurse ohne Programmierkenntnisse zu erstellen.
Die Hauptalternative zur Nutzung eines Autorentools besteht darin, mit einem eLearning-Entwicklungsunternehmen zu arbeiten. Solche Unternehmen setzen in der Regel selbst Autorentools ein.
Bei Dutzenden von Autorentools auf dem Markt ist es nicht leicht zu entscheiden, welches am besten zu deinem Team und deinem Anwendungsfall passt.
Meine Rangliste der besten eLearning-Autorentools
Im Folgenden findest du meine Übersicht der 13 eLearning-Autorentools, die du 2026 kennen solltest.
Dieser Leitfaden basiert auf meinen praktischen Erfahrungen mit den Tools und meinen eigenen Tests. Dabei habe ich versucht, deutlich zu machen, welches Tool sich für welchen Anwendungsfall eignet.
Die besten eLearning-Autorentools:
Mit Autorentools kannst du digitale Lerninhalte entwerfen und veröffentlichen.
- Articulate Rise 360: Für schnelle, textbasierte Kurserstellung
- Articulate Storyline 360: Für fortschrittliche Interaktivität
- Synthesia: Für videobasierte Kurserstellung
- Camtasia: Für Bildschirmaufnahmen und Anleitungen
- iSpring Suite: Für die Erstellung von Kursen in PowerPoint
- Adobe Captivate: Für komplexe Interaktivität und Simulationen
- Genially: Für schnelle und einfache Kurse
- Compozer: Für strukturierte Lerninhalte
Die besten LMS-Plattformen mit Authoring-Funktionen:
Mit LMS-Plattformen kannst du Lernangebote bereitstellen und deren Nutzung nachverfolgen. L&D-Teams nutzen sie zunehmend, um Kurse und Microlearning-Inhalte zu erstellen und ihre Workflows und ihre Tool-Landschaft zu optimieren.
Wie ich diese Liste ausgewählt habe
Ich habe die Tools für diesen Leitfaden anhand einer Umfrage zum Instructional Design ausgewählt, die wir 2024 durchgeführt haben.
Dann habe ich das gleiche Modul „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ in jedem Tool erstellt. Dabei habe ich jeweils dieselbe Modulstruktur und dieselben Inhalte verwendet.
Meine Bewertungskriterien
Neben dem Endergebnis der einzelnen Tools habe ich auch den gesamten Workflow und unter anderem folgende Faktoren bewertet:
- Benutzerfreundlichkeit
- Interaktivität
- Multimedia
- SCORM/xAPI- und LMS-Kompatibilität
- Kollaboration
- Responsivität und mobile Optimierung
- Lokalisierung
- Geschwindigkeit und Effizienz
- Personalisiert
- Integrationen
1. Articulate Rise 360

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Schnelle, responsive, textbasierte Kurserstellung
- Geschwindigkeit: Sehr schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Extrem einfach
- Interaktivität: Mittel
- LMS-Kompatibilität: SCORM/xAPI-Export
Meine Erfahrung
Vorteile
Articulate Rise 360 ist eines der am einfachsten zu bedienenden eLearning-Autorentools und eignet sich daher ideal für Fachexperten und weniger erfahrene Instructional Designer.
Die Plattform ist scrollbar aufgebaut – die Inhalte fließen wie auf einer Webseite – und verwendet vorgefertigte Blöcke zur Kurserstellung. Dadurch lassen sich Inhalte schnell erstellen und überarbeiten sowie problemlos responsive Lerninhalte entwickeln, die auf unterschiedlichen Geräten und Bildschirmgrößen funktionieren.
Das macht Rise auch ideal für dynamische Unternehmen, in denen sich Produkte und Prozesse häufig ändern und Inhalte regelmäßig aktualisiert werden müssen.
Bei meinen Tests stellte ich fest, dass Rise das schnellste nicht KI basierte Autorentool ist. Mein Benchmark-Modul „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ sah ohne zusätzlichen Aufwand auf Desktop, Tablet und Mobilgerät hervorragend aus.
Rise unterstützt Exporte im Format SCORM und xAPI.
Nachteile
Da die Plattform auf vorgefertigten Blöcken für die Kurserstellung basiert, gibt es nicht viel Spielraum für Flexibilität. Mit Rise erstellte Kurse sehen sich häufig recht ähnlich.
Rise unterstützt xAPI, das Lernenden-Tracking ist jedoch sehr eingeschränkt. Du kannst sehen, ob Lernende einen Kurs abgeschlossen und welches Ergebnis sie bei einem Quiz erzielt haben. Viel detaillierter sind die Lernanalysen jedoch nicht; beispielsweise erfährst du nicht, wie lange sich Lernende in den einzelnen Abschnitten aufgehalten haben.
Auch die Verzweigungs- und Interaktionslogik ist meiner Meinung nach recht oberflächlich. Wenn du erweiterte Interaktivität benötigst, solltest du dich daher nach einem anderen Tool umsehen.
Mein Urteil
Articulate Rise 360 eignet sich hervorragend, um schnell professionelle, responsive und textbasierte Unternehmensschulungen zu erstellen. Für komplexere eLearning-Projekte, die stärkere Anpassungsmöglichkeiten, detaillierteres Tracking oder erweiterte Interaktivität erfordern, ist Rise nicht die richtige Wahl.
2. Articulate Storyline 360

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Fortgeschrittene Interaktivität und Simulationen
- Geschwindigkeit: Langsam
- Benutzerfreundlichkeit: Hoher Einarbeitungsaufwand
- Interaktivität: Sehr hoch
- LMS-Kompatibilität: SCORM/xAPI-Kompatibilität
Meine Erfahrung
Vorteile
Articulate Storyline 360 ist ein fortschrittliches, folienbasiertes Autorentool mit komplexer Interaktionslogik. Trigger, Variablen und Ebenen ermöglichen eine sehr detaillierte Steuerung. Dadurch lassen sich komplexe Verzweigungen und Simulationen erstellen.
Storyline bietet erheblich mehr Gestaltungsfreiheit und Flexibilität als Rise und eignet sich daher besser für erfahrene Instructional Designer. Auch die Tracking-Funktionen sind leistungsfähiger und bieten eine umfassendere SCORM- und xAPI-Kompatibilität als Rise.
Beim Erstellen meines Testmoduls „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ konnte ich mit Storyline deutlich komplexere Verzweigungen und eine individuellere Interaktionslogik umsetzen als mit jedem anderen Tool auf dieser Liste.
Nachteile
Articulate Storyline 360 hat eine steile Lernkurve. Da es sich um eine Desktop-Anwendung ohne Funktionen für die Zusammenarbeit in Echtzeit handelt, eignet sich Storyline zudem nur bedingt für die Zusammenarbeit mit Fachexperten.
Die Entwicklung und Aktualisierung von eLearning-Inhalten mit diesem Tool ist sehr zeitaufwendig. Es hat deutlich länger gedauert, mein Testmodul "Grundlagen der Unternehmenssicherheit" mit Storyline zu erstellen als mit Rise oder Synthesia.
Da Storyline kein Brand Kit bietet – ich konnte allerdings ein benutzerdefiniertes Design bzw. eine Vorlage speichern –, fehlen feste Vorgaben, die eine konsistente Markenidentität für alle erstellten Module sicherstellen.
Mein Urteil
Ich verwende Articulate Storyline 360 für komplexe, individuelle eLearning-Projekte, wenn ich erweiterte Interaktivität und detailliertes Lernenden-Tracking benötige. Wenn du Wert auf Geschwindigkeit, Einfachheit, Konsistenz und Wartungsfreundlichkeit legst, ist Storyline definitiv nicht die richtige Wahl.
3. Synthesia

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Videobasierte, KI gestützte Schulungen
- Geschwindigkeit: Extrem schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr einfach, minimale Produktionskenntnisse erforderlich
- Interaktivität: Einfach
- LMS-Kompatibilität: SCORM-Export oder Einbettung des Videos
Meine Erfahrung
Vorteile
Synthesia kombiniert zahlreiche Funktionen zu einem zuverlässigen, videobasierten eLearning-Autorentool.
Die KI Avatare sind beeindruckend realistisch. Die Plattform ermöglicht eine schnelle Videoproduktion, eine unkomplizierte Skalierung auf mehrere Sprachen und besonders einfache Aktualisierungen von Schulungsinhalten. Wenn du etwas ändern möchtest, kannst du das Skript bearbeiten und das Video anschließend neu generieren.
Die große Auswahl an Vorlagen und das Brand Kit sorgen für konsistente, hochwertige Ergebnisse, die den Prinzipien des Instructional Design entsprechen.
Außerdem erleichtert die Plattform die Zusammenarbeit und Abstimmung mit Fachexperten durch umfassende Funktionen für die Zusammenarbeit in Echtzeit und die Versionskontrolle.
Bei der Erstellung meines Testmoduls „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ in Synthesia konnte ich in deutlich weniger als 60 Minuten aus einem Skript ein markenkonformes Video mit Avatar und interaktiver Wissensüberprüfung erstellen. Die Geschwindigkeit, mit der du eLearning-Videos erstellen und aktualisieren kannst, ist definitiv einer der größten Vorteile.
Nachteile
Synthesia ist ein videoorientiertes Authoring-Tool, kein vollständiger Kurseditor und kein LMS. Daher deckt es nicht jedes Lerndesign-Szenario mit einem einzigen Tool ab. Die Interaktivität ist absichtlich beschränkt, um die Plattform einfach zu halten. Die Interaktivitätsfunktionen von Synthesia unterstützen klickbare Links, einfache Verzweigungen und Quizze/Wissensüberprüfungen. Das ist oft ausreichend für Videoschulungen, aber wenn du komplexere Interaktivitäten wie benotete Prüfungen, benotete Quizze oder komplexe Verzweigungslogik benötigst, musst du in der Regel Synthesia-Videos mit deinem LMS kombinieren.
Synthesia verwendet einen folienbasierten Editor und bietet eine Zeitleiste auf Szenenebene zur zeitlichen Abstimmung von Ebenen und Animationen. Eine durchgängige Zeitleiste wie in Premiere oder After Effects gibt es jedoch nicht. Bei anspruchsvoller Videobearbeitung kannst du daher an Grenzen stoßen.
Mein Urteil
Synthesia ist eine hervorragende Wahl, wenn du schnell professionelle, skalierbare und mehrsprachige eLearning- und Schulungsvideos mit Moderatoren erstellen möchtest.
Wenn deine Priorität jedoch auf komplexem Instructional Design liegt – etwa bewerteten Tests, benoteten Quizfragen oder komplexen Verzweigungen –, musst du Synthesia mit deinem LMS oder einem anderen Autorentool kombinieren. Synthesia deckt ausschließlich den Videobereich ab.
4. Camtasia

Zusammenfassung
- Am besten für: Bildschirmaufzeichnungen und Software-Demos
- Geschwindigkeit: Mittel bis langsam
- Benutzerfreundlichkeit: Kurze Einarbeitungszeit
- Interaktivität: Niedrig bis mäßig
- LMS-Kompatibilität: SCORM-Unterstützung
Meine Erfahrung
Vorteile
Camtasia ist hervorragend für Bildschirmaufnahmen geeignet und daher eine beliebte Wahl für Anwendungsfälle wie Produkt-Demos und Softwareanleitungen. Die Plattform ermöglicht eine zeitleistenbasierte Bearbeitung, professionell wirkende Bildschirmaufnahmen mit bis zu 4K-Auflösung sowie zahlreiche Optionen für Schnitte, Zooms, Hervorhebungen, Animationen und Cursor-Effekte.
Beim Erstellen meines Moduls „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ mit Camtasia stellte ich fest, dass sich das Tool besonders gut eignet, um Prozessschritte und Interaktionen mit Benutzeroberflächen zu demonstrieren.
Abgesehen von Bildschirmaufnahmen unterstützt Camtasia auch visuelle Elemente und einfache Interaktivität (Fragen und klickbare Hotspots).
Nachteile
Ähnlich wie bei Articulate Storyline 360 ist die Erstellung und Aktualisierung von eLearning-Inhalten mit Camtasia sehr zeitaufwändig. Alle Bearbeitungsoptionen, die ich zuvor erwähnt habe, müssen manuell implementiert werden.
Die Interaktionsmöglichkeiten der Plattform sind sehr begrenzt und beschränken sich auf einfache Verzweigungen. Auch das Lernenden-Tracking ist nur sehr rudimentär.
Camtasia ist kein vollständiges eLearning-Autorentool, daher waren diese Einschränkungen zu erwarten. Das bedeutet allerdings auch, dass du mit Camtasia keinen vollständigen eLearning-Workflow abdecken kannst. In der Regel musst du das mit Camtasia erstellte Ergebnis in ein LMS oder in Inhalte aus einem anderen Autorentool einbetten.
Mein Urteil
Camtasia ist großartig für Bildschirmaufnahmen, aber als eigenständiges Autorentool sehr eingeschränkt.
Die meisten der besten Autorentools auf dieser Liste verfügen neben umfassenden Authoring-Funktionen auch über eigene Funktionen für Bildschirmaufnahmen. Camtasia ist daher meiner Meinung nach vor allem dann sinnvoll, wenn dein Anwendungsfall besonders hochwertige, professionell bearbeitete Bildschirmaufnahmen erfordert.
5. iSpring Suite

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: PowerPoint in eLearning umwandeln
- Geschwindigkeit: Sehr schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr einfach
- Interaktivität: Mittel
- LMS-Kompatibilität: SCORM/xAPI-Export
Meine Erfahrung
Vorteile
iSpring Suite ist direkt in PowerPoint integriert. Einer der entscheidenden Vorteile besteht daher darin, dass für Personen, die mit PowerPoint vertraut sind – also praktisch alle –, kaum Einarbeitung erforderlich ist. Das macht iSpring Suite besonders nützlich, wenn du eLearning-Inhalte gemeinsam mit einem SME erstellst, der keine Erfahrung mit Autorentools hat.
Ein weiterer deutlicher Vorteil ist die Geschwindigkeit. Du kannst deine Folien direkt in PowerPoint schnell in eLearning-Inhalte mit einfacher Interaktivität – einschließlich Quizfragen und einfachen Verzweigungen –, Sprechertext und Bildschirmaufnahmen umwandeln. Das Tool unterstützt außerdem SCORM- und xAPI-Export, sodass du deine Inhalte schnell und zuverlässig in dein LMS übertragen kannst.
Für mein Testmodul „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ habe ich mit iSpring Suite einige Folien als vollwertigen Kurs bereitgestellt. Der gesamte Prozess war sehr schnell, das SCORM-Paket ließ sich beim ersten Versuch korrekt hochladen und nachverfolgen.
Nachteile
iSpring Suite funktioniert nur auf Windows. Ich benutze einen Mac, also musste ich leider eine virtuelle Maschine einrichten, nur um diesen Test durchführen zu können.
Ich denke, die anderen Nachteile dieses Tools ergeben sich größtenteils aus der Abhängigkeit von PowerPoint. Wenn du deine eLearning-Inhalte nicht bereits in PowerPoint-Folien hast, ist das Tool viel weniger nützlich. Auch die Zusammenarbeit ist deutlich umständlicher, weil du auf die klassische Methode zurückgreifen und Folien im Team hin- und herschicken musst.
Da alles folienbasiert ist, sind die Layout- und Interaktivitätsmöglichkeiten sehr begrenzt. Komplexere Verzweigungen oder maßgeschneiderte Designs sind viel schwieriger umzusetzen als mit einigen anderen Tools dieser Liste. Insgesamt erscheint das Tool etwas veraltet.
Mein Urteil
Wenn du bereits Inhalte im PowerPoint-Format hast, die du schnell in eLearning umwandeln möchtest, ist iSpring Suite eine gute Wahl. Abgesehen von diesem speziellen Anwendungsfall denke ich, dass das Tool ziemlich eingeschränkt ist.
6. Adobe Captivate

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Simulationsbasierte Schulungen
- Geschwindigkeit: Langsam
- Benutzerfreundlichkeit: Mittel bis schwierig
- Interaktivität: Hoch
- LMS-Kompatibilität: SCORM/xAPI-Tracking
Meine Erfahrung
Vorteile
Adobe Captivate ist besonders stark, wenn du simulationsbasierte eLearning-Module erstellen möchtest. Mit Simulationen sind in diesem Kontext in der Regel Software- oder Klicksimulationen gemeint, in denen Lernende die Bedienung einer Benutzeroberfläche üben. Captivate bietet für diesen Anwendungsfall erweiterte Funktionen: Du kannst deinen Bildschirm aufzeichnen und die Aufnahme anschließend in eine interaktive Klicksimulation umwandeln. Diese Funktion ist häufig der Hauptgrund, warum sich Instructional Designer für Adobe Captivate entscheiden. Besonders wertvoll ist sie bei eLearning-Inhalten für technische Umgebungen, etwa Software oder komplexe Systeme.
Captivate unterstützt sogar VR- und 360-Grad-Bilder, aber ich habe diese nicht getestet.
Captivate bietet außerdem ein sehr umfassendes Lernenden-Tracking über SCORM und xAPI.
Für mein Testmodul „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ konnte ich mit Captivate aus einem einfachen Ablauf zum Ändern des Passworts eine ansprechende und realistische interaktive eLearning-Übung erstellen. Ich halte solche eLearning-Inhalte nicht immer für angemessen. Wenn sie jedoch sinnvoll eingesetzt werden, ermöglichen sie sehr authentische praktische Übungen und liefern zugleich umfassende Lernanalysen für das jeweilige Szenario.
Nachteile
eLearning-Inhalte in Adobe Captivate zu erstellen, ist sicherlich komplexer und zeitaufwendiger als bei den meisten anderen Autorentools. Die Lernkurve ist steil, und die Plattform eignet sich definitiv nicht für weniger erfahrene Instructional Designer oder Fachexperten. Trotz meiner Erfahrung im Instructional Design und meiner Vertrautheit mit dem Tool benötigte ich ziemlich lange, um mein Testmodul „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ zusammenzustellen.
Obwohl Captivate jetzt als cloudbasiertes Autorentool fungiert, ist es immer noch nicht besonders gut für die Zusammenarbeit geeignet. Unterstützt werden einfache Workflows für Überprüfung und Kommentare, jedoch keine gemeinsame Bearbeitung in Echtzeit wie in Rise oder Synthesia.
Mein Urteil
Adobe Captivate eignet sich hervorragend für die Entwicklung von Simulationen. Wenn du realistische Übungsmodule erstellen musst, kann es die ideale Lösung sein. Für die alltägliche Erstellung von eLearning-Inhalten halte ich Captivate jedoch in den meisten Fällen für überdimensionert.
7. Genially

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Microlearning und visuelle Inhalte
- Geschwindigkeit: Schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr einfach
- Interaktivität: Gering
- LMS-Kompatibilität: Begrenzte SCORM/xAPI-Unterstützung
Meine Erfahrung
Vorteile
Genially ist ein unkompliziertes Tool, mit dem sich einfach ansprechende, interaktive eLearning-Inhalte erstellen lassen. Die Vorlagenbibliothek der Plattform wirkt modern und visuell ansprechend.
Außerdem gibt es einfache Interaktionsfunktionen, mit denen du Hotspots, einfache Quizze und Verzweigungen hinzufügen kannst.
Ich konnte unser Testmodul „Grundlagen der Unternehmenssicherheit“ problemlos erstellen und in kurzer Zeit ein interaktives Diagramm, ein Quiz, klickbare Hotspots und Hover-Effekte hinzufügen.
Nachteile
Aufgrund seines einfachen Aufbaus eignet sich Genially nicht für komplexe Lernabläufe wie Programme mit mehreren Modulen, komplexe Verzweigungsszenarien oder andere anspruchsvolle Inhaltsstrukturen.
Auch das LMS-Tracking ist schwach. Genially eignet sich daher nicht für Teams, die die Leistung ihrer eLearning-Inhalte detailliert überwachen möchten.
Mein Urteil
Mir gefiel Genially, da sich damit visuell ansprechende eLearning-Inhalte einfach erzeugen ließen. Ich würde Genially gerne wieder verwenden. Wenn du jedoch robuste eLearning-Inhalte erstellen möchtest, wirst du Genially meiner Meinung nach mit einem weiteren Autorentool kombinieren müssen.
8. Compozer

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Strukturiertes, wiederholbares Kursdesign
- Geschwindigkeit: Schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Einfach
- Interaktivität: Strukturiert
- LMS-Kompatibilität: SCORM-Export
Meine Erfahrung
Vorteile
Compozer ist das erste von mir getestete Tool, bei dem eine wirklich solide didaktische Struktur direkt in den Authoring-Workflow integriert ist. Mein Testmodul "Company Security Basics" ließ sich mit Compozer ungefähr so schnell erstellen wie mit Rise. Der Unterschied bestand darin, dass Compozer klarere Vorgaben für Lernziele sowie die Platzierung von Übungen und Bewertungen bietet.
Wenn du in Compozer einen Block erstellst, wird daraus eine wiederverwendbare Komponente, die du auch in anderen Kursen einsetzen kannst. Das kann für L&D-Teams, die zahlreiche Kurse verwalten, sehr nützlich sein.
Nachteile
Compozer ist kein völlig frei konfigurierbares Autorentool und bringt daher einige Einschränkungen mit sich. Die Interaktivität folgt einer festen Struktur und erlaubt daher weder komplexe Verzweigungen noch individuell gestaltete Layouts.
Auch die visuelle Gestaltung lässt sich nur begrenzt anpassen. Die Plattform setzt bewusst auf eine klare und einfache Gestaltung. Das funktioniert gut, schränkt die kreative Freiheit jedoch deutlich ein.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels unterstützt die Plattform kein xAPI, wohl aber SCORM.
Mein Urteil
Compozer eignet sich hervorragend für die schnelle und stark strukturierte Kurserstellung und unterstützt Instructional Designer dabei, die Prinzipien des Instructional Design konsequent anzuwenden. Wenn du visuell besonders ansprechende Lerninhalte erstellen möchtest oder viel Flexibilität beim Instructional Design benötigst, ist Compozer wahrscheinlich nicht die richtige Wahl.
9. TalentLMS

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Einfache interne Schulung
- Geschwindigkeit: Extrem schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr einfach
- Interaktivität: Sehr begrenzt
- SCORM-Export: Keine
Meine Erfahrung
Vorteile
TalentLMS ist für Fachexperten besonders intuitiv zu bedienen. Kurse lassen sich sehr schnell zusammenstellen, sodass Teams Inhalte innerhalb weniger Minuten erstellen können. Damit ist TalentLMS eine der besten Optionen für skalierbare und effizient erstellte eLearning-Inhalte.
Nachteile
Mein größter Kritikpunkt an TalentLMS ist die fehlende erweiterte Interaktivität. Der Workflow ist recht statisch, und die Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Auch hier geht die hohe Geschwindigkeit auf Kosten der kreativen Möglichkeiten. Gerade weil bei TalentLMS die Geschwindigkeit im Vordergrund steht, würde ich das Tool nicht für komplexe Kurse empfehlen – dafür fehlt ihm die nötige Flexibilität und Raffinesse.
Mein Urteil
Für schnell benötigte interne Inhalte würde ich TalentLMS verwenden. Als LMS bietet es einige interessante Funktionen, ist aber noch kein vollwertiges eigenständiges Autorentool.
10. LearnWorlds

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Interaktives Video + Kursseiten
- Geschwindigkeit: Schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Einfach
- Interaktivität: Mittel
- SCORM-Export: Nur für erstellte Inhalte
Meine Erfahrung
Vorteile
Meine Erfahrung mit LearnWorlds war überwiegend positiv. Die Videofunktionen wirkten interaktiv, und die modernen Layouts eignen sich gut für ein zeitgemäßes Branding. Besonders gut gefiel mir, dass mein erstelltes Modul wirkte, als sei es speziell für die Kundenschulung konzipiert. Das Ergebnis war barrierefreundlich, professionell und ansprechend und zeigte sehr gut, was modernes eLearning ausmacht.
Nachteile
Die Verzweigungsfunktionen von LearnWorlds sind nicht besonders überzeugend. Zudem gibt es einige Einschränkungen bei der Gestaltung, die das Potenzial des Tools unnötig begrenzen. Für komplexe Simulationen würde ich LearnWorlds ebenfalls nicht wählen. Das Tool scheint eher für übersichtlich strukturierte als für aufwendig entwickelte Inhalte gedacht zu sein.
Mein Urteil
Wenn du videobasierte Lernerlebnisse erstellen möchtest, ist LearnWorlds hervorragend geeignet. Etwas schwächer ist LearnWorlds bei der Interaktivität und bei der Unterstützung komplexer eLearning-Szenarien.
11. LearnUpon

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Strukturierte Unternehmensschulungen
- Geschwindigkeit: Schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr einfach
- Interaktivität: Niedrig
- SCORM-Export: Nicht verfügbar
Meine Erfahrung
Vorteile
LMS-Tools bieten in der Regel gut strukturierte Lernpfade, sodass sich Kurse mit LearnUpon problemlos erstellen lassen. Nicht nur die Kurserstellung ist einfach, auch Aktualisierungen lassen sich reibungslos umsetzen – ideal für Teams, die eLearning-Inhalte schnell erstellen, überarbeiten und bereitstellen möchten.
Nachteile
Die Gestaltungsmöglichkeiten in LearnUpon sind starr, und es gibt nur wenige Optionen für Anpassungen oder Zusammenarbeit. Die Interaktivität ist naturgemäß ebenfalls begrenzt.
Mein Urteil
Nutze LearnUpon für die Bereitstellung und Strukturierung von Inhalten, nicht für die komplette Erstellung von Anfang bis Ende.
12. Absorb LMS

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Einfache interne Kursgestaltung
- Geschwindigkeit: Schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Einfach
- Interaktivität: Niedrig bis mäßig
- SCORM-Export: Ja, über Absorb Create
Meine Erfahrung
Vorteile
Die Benutzeroberfläche von Absorb gehörte zu meinen Favoriten: Sie wirkt ansprechend und die Navigation ist einfach. Diese ansprechende Gestaltung ergänzt die Funktionen zur Inhaltserstellung von Absorb sehr gut. Das Modul, das ich erstellt habe, war von hoher Qualität und in wenigen Minuten fertig.
Nachteile
Wie bei den meisten LMS-Tools gehören auch bei Absorb Interaktivität und Anpassungsmöglichkeiten zu den Schwachpunkten. Die Vorlagen sind recht einfach. Mein fertiges Modul war zwar hochwertig, blieb gestalterisch jedoch durch das vorgegebene Grundgerüst eingeschränkt.
Mein Urteil
Absorb eignet sich gut für die schnelle Erstellung professionell wirkender eLearning-Inhalte. Für vollständiges Kursdesign ist Absorb jedoch nicht ausgelegt. Um das Potenzial des Tools voll auszuschöpfen, würde ich es mit einer anderen Plattform kombinieren.
13. Thinkific

Zusammenfassung
- Am besten geeignet für: Externe/Kundenkurse
- Geschwindigkeit: Schnell
- Benutzerfreundlichkeit: Sehr einfach
- Interaktivität: Niedrig
- SCORM-Export: Keine
Meine Erfahrung
Vorteile
Ironischerweise erfordert Thinkific überhaupt nicht viel Nachdenken. Das Tool ist intuitiv bedienbar, bietet eine solide Kursstruktur und eignet sich gut für Nutzer ohne technische Vorkenntnisse. Wenn die Mitglieder deines Teams unterschiedliche digitale Kompetenzen haben, kann Thinkific diese Unterschiede gut überbrücken.
Nachteile
Beim Instructional Design bietet Thinkific nur begrenzte Tiefe. Wegen des eingeschränkten Supports hatte ich nicht das Gefühl, das Potenzial des Tools voll ausschöpfen zu können. Aufgrund der geringen Interaktivität war für mich Thinkific kaum mehr als eine Einstiegslösung für eLearning.
Mein Urteil
Für die einfache Erstellung externer Kurse ist Thinkific hervorragend geeignet. Bei anspruchsvolleren L&D-Anforderungen wird Thinkific allein jedoch wahrscheinlich nicht ausreichen.
eLearning-Authoring-Tools im Vergleich
| Tool | Preis | Die besten Funktionen | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
| Articulate Rise 360 | ~$1.199/Jahr als Teil von Articulate 360 | Blockbasierte Kurserstellung Einfache Aktualisierungen |
Für schnelle, textbasierte Kurserstellung |
| Articulate Storyline 360 | ~$1.199/Jahr als Teil von Articulate 360 | Benutzerdefinierte Interaktionen Starke LMS-Kompatibilität |
Für umfangreiche Interaktivität und Simulationen |
| Synthesia | $18/Monat, kostenloser Tarif verfügbar | KI Avatare Mehrsprachige Sprachausgabe Vorlagen |
Für die schnelle Erstellung skalierbarer, mehrsprachiger und hochwertiger Videos |
| Camtasia | $179,88 bis $499 pro Jahr | Hochwertige Bildschirmaufnahmen Präzise Videobearbeitung |
Für Demos, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Video-Tutorials |
| iSpring Suite | ca. $770 pro Jahr (nur für Windows verfügbar) | PowerPoint-Plugin Interaktivität |
Für kleinere Teams, die konsistente Ergebnisse benötigen |
| Adobe Captivate | $33 pro Monat und Nutzer | Simulationen Blockbasierte Kurserstellung |
Für anspruchsvollere eLearning-Inhalte |
| Genially | $15 bis $25 pro Monat, kostenloser Plan verfügbar | Ansprechende visuelle Gestaltung Funktionen für die Zusammenarbeit |
Für abteilungsübergreifende Teams, bei denen Kreativität im Vordergrund steht |
| Compozer | ab $19 pro Monat | Wiederverwendbare Komponenten Didaktische Struktur |
Für die Erstellung wiederverwendbarer, strukturierter Inhalte |
| TalentLMS | ab $69 pro Monat | Schnell | Für einfache Kurse, die direkt in einem LMS erstellt werden |
| LearnWorlds | ab $29 pro Monat | Interaktivität Navigation |
Für ein benutzerfreundliches Tool zur Erstellung konsistenter Inhalte |
| LearnUpon | Preis auf Anfrage | Interaktivität | Für Unternehmensteams mit komplexeren Technologie-Ökosystemen |
| Absorb | Preis auf Anfrage | Navigation | Für die schnelle Erstellung professioneller eLearning-Kurse |
| Thinkific | ab $49 pro Monat | Solide Kursstruktur Barrierefreiheit |
Für Teams ohne technische Vorkenntnisse |
Resümee
Jedes Autorentool in dieser Liste hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Wenn du gerade erst anfängst, empfehle ich dir, zuerst Rise und Synthesia auszuprobieren. Mit diesen beiden Tools erzielst du am schnellsten Ergebnisse, und sie decken die häufigsten Anwendungsfälle ab.
In der Praxis habe ich häufig gesehen, dass L&D-Teams mehrere Autorentools mit einfachen Authoring-Funktionen ihres LMS kombinieren. Durch die Kombination mehrerer Tools kannst du alle Anforderungen abdecken und wirkungsvolle Lerninhalte erstellen, die sich problemlos bereitstellen und deren Ergebnisse sich leicht messen lassen.
Bei L&D-Teams beobachte ich häufig den Fehler, dass sie standardmäßig auf Storyline setzen, obwohl es einfachere Tools gibt, mit denen sie die Aufgabe wesentlich schneller erledigen könnten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem eLearning-Autorentool und einem LMS?
Mit eLearning-Autorentools werden Lerninhalte entworfen und erstellt, während ein LMS für deren Bereitstellung und Nachverfolgung eingesetzt wird. Einige LMS-Plattformen verfügen über integrierte Authoring-Funktionen. Diese sind jedoch meist eher einfach und deutlich weniger leistungsfähig als eigenständige Autorentools.
Welches Autorentool eignet sich am besten für Einsteiger?
Für Einsteiger oder weniger erfahrene Instructional Designer würde ich Rise oder Synthesia empfehlen. Mit Rise lassen sich Lernmodule einfach aus vorgefertigten Blöcken erstellen. Synthesia ist eine KI gestützte Plattform mit einer assistierten Videoerstellung, mit der du aus vorhandenen Materialien oder sogar nur aus einem Prompt unkompliziert eLearning-Videos erstellen kannst.
Welches Autorentool eignet sich am besten für Videoschulungen?
Synthesia ist das beste Autorentool für Videoschulungen. Es ist schnell und benutzerfreundlich und bietet Zugang zu realistischen KI Avataren, KI generierten B-Roll-Videos, Motion Graphics und einem KI gestützten Bildschirmrekorder. Außerdem steht eine große Auswahl an Vorlagen zur Verfügung, mit denen du professionell wirkende Videos erstellen kannst. Wenn du speziell nach Funktionen zur Bildschirmaufnahme suchst, ist Camtasia ebenfalls einen Blick wert.
Welches Autorentool eignet sich am besten für Simulationen?
Adobe Captivate ist bei Software- und Klicksimulationen klar führend. Mit Captivate kannst du deinen Bildschirm einfach aufzeichnen und die Aufnahme anschließend in ein interaktives Übungsmodul umwandeln. Auch mit Storyline lassen sich komplexe Simulationen erstellen, für diesen Anwendungsfall ist Captivate jedoch in der Regel die erste Wahl.







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